Wie du mit pomodoro-timer und zwei notion-templates in einer schriftstunde 1.000 wörter schaffst

Wie du mit pomodoro-timer und zwei notion-templates in einer schriftstunde 1.000 wörter schaffst

Ich habe herausgefunden, dass 60 Minuten, ein Pomodoro-Timer und zwei einfache Notion-Templates oft alles sind, was ich brauche, um in einer Schulstunde 1.000 Wörter zu schaffen. Klingt nach einer Herausforderung? Ja. Unmöglich? Keineswegs. In diesem Beitrag erkläre ich Schritt für Schritt, wie ich das mache – persönlich, pragmatisch und ohne übertriebenen Produktivitäts-Jargon.

Warum 1.000 Wörter in einer Schriftstunde sinnvoll sein können

Für mich ist das Ziel nicht, auf Teufel komm raus möglichst viele Wörter zu produzieren, sondern eine konzentrierte Rohfassung zu schaffen, die ich später verfeinern kann. In einer Praxisstunde, einer Klassenarbeit oder beim Schreiben einer Blogpost-Rohfassung hilft mir ein klares Zeitfenster, der Druck der Deadline und ein strukturierter Workflow, meine Gedanken schnell zu ordnen und sichtbar zu machen.

Die beiden Notion-Templates: Was sie tun und warum sie reichen

Ich nutze zwei einfache Notion-Templates, die ich entweder selbst gebaut habe oder leicht aus vorhandenen Vorlagen anpasse. Die Idee ist: ein Template fürs Planen vor dem Schreiben und ein Template fürs freie Schreiben/Aufzeichnen von Rohtexten. Mehr braucht es nicht.

  • Template A – Quick-Outline: Eine Seite mit Feldern für Thema, Zielgruppe, Kernbotschaft, drei Hauptabschnitte und Stichpunkte pro Abschnitt. Plus ein Feld „Hook“ (erster Satz) und „Call-to-Action“ (letzter Satz). Dieses Template zwingt mich, in 5–10 Minuten eine Landkarte zu zeichnen.
  • Template B – Raw Draft: Eine minimalistische Seite mit großer Textfläche, einem Wortzähler (Notion integriert das nicht nativ, aber ich verwende ein kleines eingebettetes Script oder ein externes Widget) und einem Bereich für spontane Ideen oder Quellenlinks. Keine Ablenkungen, keine Format-Widgets, nur Text.
  • Warum zwei? Weil ich oft in zwei Modi arbeite: zuerst Struktur, dann Flow. Die Outline schützt mich davor, auf halbem Weg den Faden zu verlieren. Das Draft-Template erlaubt mir, die vorherige Planung sofort zu ignorieren, wenn der Text etwas anderes will – aber die Outline bleibt als Sicherheit im Hintergrund.

    Der Pomodoro-Workflow, den ich verwende

    Ich bin kein Fundamentalist, aber für dieses Ziel hat sich folgender Ablauf bewährt. Ich nutze meist eine Pomodoro-App auf dem Smartphone oder auf dem Desktop (z. B. Forest, Be Focused oder die einfache Timer-Funktion von Google). Wichtig ist: Ton aus, Push-Benachrichtigungen aus, Fokusmodus an.

    Zeitblock Dauer Aufgabe
    Planen 8–10 Minuten Quick-Outline in Notion (Template A)
    Schreiben Block 1 25 Minuten (Pomodoro) Draft: 500–700 Wörter
    Kurzpause 5 Minuten Aufstehen, Wasser, Augen entspannen
    Schreiben Block 2 20–22 Minuten Draft vollenden auf 1.000 Wörter
    Mini-Überblick 3–5 Minuten Schnelles Durchlesen, Notizen fürs Editieren

    Ich beginne mit der Outline, weil das die gröbsten Bremsen nimmt: Wenn ich weiß, wo ich hinwill, schreibe ich schneller. Der erste Pomodoro ist mein intensivster: keine Perfektion, nur Vorwärtsbewegen. Im zweiten Block höre ich oft, wie sich der Text zusammenfügt und ich kann gezielt schließen.

    Praktische Tipps, die mir helfen, dichter an 1.000 Wörtern zu kommen

  • Start mit einer Hook: Ein konkreter erster Satz erleichtert den Einstieg. Manchmal schreibe ich eine abrupte, provokante Feststellung – das gibt Tempo.
  • Setze dir ein Mindestziel pro Pomodoro: 500–700 Wörter im ersten Block motiviert und lässt Raum für Rest.
  • Erlaube schlechten Stil: Schlechte Sätze kann man korrigieren, fehlende Sätze nicht.
  • Verwende Stichworte statt perfekter Übergänge: Wenn ein Übergang fehlt, schreibe kurz „Übergang: Beispiel + Vergleich“ – später fülle ich das aus.
  • Vermeide Recherche während des Schreibens: Wenn du etwas nachschlagen musst, notiere es kurz im Draft-Template als TODO und schreib weiter.
  • Beweg dich in der Pause: 5 Minuten reichen, um den Kopf zu klären und neue Wörter zu generieren.
  • Wie ich die Notion-Templates genau aufbaue

    Meine Quick-Outline ist bewusst spartanisch:

  • Title: Thema
  • Hook: 1 Satz
  • Ziel: Was soll der Text beim Leser bewirken? (z. B. „Mut machen, es zu versuchen“)
  • Drei Abschnitte: Stichpunkte (2–4 max.)
  • Beispiele/Belege: Links oder kurze Notizen
  • Call-to-Action oder Schlussgedanke
  • Im Raw Draft ist alles auf das Schreiben optimiert. Ich verwende ein eingebettetes Wortzähl-Widget (z. B. wordcounter.net eingebettet) oder prüfe die Wörter am Ende in Notion oder in einem einfachen Texteditor. Ich nehme mir vor, die Formatierung komplett auszublenden – keine Überschriften, keine Fettschrift – nur Text. So fließt es leichter.

    Wenn die Blockade kommt: drei schnelle Strategien

  • Timer auf 5 Minuten: Schreibe absichtlich schlechten Text. Das nimmt den Druck.
  • Speech-to-Text: Ich diktiere manchmal 2–3 kurze Absätze mit meinem Smartphone (z. B. mit Google Docs Spracheingabe) und kopiere sie in Notion. Das bricht die Starre.
  • Aktive Abkopplung: Für 30 Sekunden die Augen schließen, drei tiefe Atemzüge, ein Bild visualisieren – dann weiter.
  • Beispiele aus der Praxis

    Vor kurzem habe ich so einen Beitrag für den Blog geschrieben: Thema war „Morgenrituale für kreative Arbeit“. In der Outline skizzierte ich Hook, drei Ritual-Abschnitte (Körper, Kopf, Arbeitsumgebung) und eine abschließende Challenge. Im ersten Pomodoro standen 650 Wörter; der zweite Block brachte die restlichen 400 Wörter mitsamt einem einfachen Schluss. Ich habe nicht alles geliebt, was ich geschrieben habe – aber ich hatte eine komplette Rohfassung, die ich später veredeln konnte.

    Tools, die ich empfehle

  • Notion – für Templates und Drafts
  • Forest oder Be Focused – für den Pomodoro-Timer
  • Ein einfaches Wordzähler-Widget (z. B. wordcounter.net) eingebettet in Notion
  • Smartphone oder Kopfhörer für Diktiersessions (Google Spracheingabe oder Apple Diktierfunktion)
  • Wenn du das erste Mal diese Methode probierst: sei liebevoll mit dir selbst. Nicht jede Stunde wird 1.000 Wörter bringen. Manchmal ist die Qualität wichtiger als die Quantität. Doch gerade in Situationen mit wenig Zeit (Prüfung, Unterricht, klares Deadlineszenario) gibt dir diese Kombination aus kurzer Planung, strukturiertem Zeitschnitt und minimaler Ablenkung einen erstaunlichen Schub.

    Wenn du möchtest, kann ich dir die zwei Notion-Templates als Vorlage skizzieren, die du direkt kopieren kannst. Oder ich beschreibe, wie du das Wortzähler-Widget einbindest. Sag mir, was dir lieber ist.


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